iUch Früchte aus den sogenannt-
gnügender wirkt, als eines schönen Anfangesoder Endes: so erfasse diesen die Allegorie derKunst; die mittler» Turbationen lasse sie andernKünsten. Keinen Laokoon möchte ich zum täglichenDenkdilde vor mir, trotz seines erhabenen Seufzers;lieber, wenn gleich ohne Kopf und Arme, des Her-kules Torso. ^
Daß wir noch keine Sammlung reiner, geprüf-ter, schöner Allegorieen haben, zeigt, wie weit wirhinter den Griechen stehen, deren Kunstsinn allent-halben (im weitern Sinne des Worts) Allegorie,d. i. Seele im Körper, ausdruckvolleBedeutung, in der Zusammenstellung klareEinfalt, überhaupt aber das Meiste im Min-desten liebte, suchte und wahcnahm. Wir a l le-ge risiren () oft auf eine etwasschiefe Wisse, indem wir ganz etwas anders se-hen, almen, oder darstellcn, als was die Kunst unSvorhält oder wir darstellen wollten.
3. Allegorieen der Rede.
Offenbar sind Allegorieen der Rede von einerandern Art, als Allegorieen, die die Kunst bar-ste llt.
Jede Sprache ist voll Personifikatio-nen; anders konnte sich keine menschliche Sprachebilden. Der Verstand hatte Begriffe erfaßt; mit