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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten.

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gorien ambulirte, oder gar zwischen ihnen wohnet,im Farnesischen oder Mantuanischen Saal z. B.;ich sehe nicht, wie er sich, zumal im letzten, ent-winden könnte, selbst in heroischer Allegorie denHimmel zu stürmen. So die schlüpfrigen Allego-rieen; so die Denkbildcr der Kothmahlcr, der Nbp-parographen.

4 . Je werther uns eine Allegorie ist, einendesto st i l l er en P l a tz w e r d c n wir ihr su-chen, den wir uns als ein Heili Gum gleichsamselbst ersparen. Mit jedem Siegelringe siegeln wirnicht Jedem: noch weniger sagen wir Jedem dieVeranlassung, in der uns diese Allegorie lieb ward.Keine sollte anders als von Situationen des Herzensoder des Verstandes veranlaßt sevn; daduich alleinbleiben sie uns heilig. Es zeigt eine Leere des Gei-stes oder eine Oede des Herzens an, wenn wir beyVeranlassungen solcher Art die Allegorie, die sie aus-sprcchen, uns nicht sagen. Die Empfindung sagtesie uns immer leise. Ein falscher Wahn ists, daßwir Neuern an Denkbildern verarmt s«?n; unserGeist und Herz möge» verarmt seyn; nichts weiter.

5. Kein Denkbi! d seu unschön, un-freundlich. Wenn wir der Bedeutung langstgewohnten, erfreue uns immer noch seine Formund Zusammenstellung, der glückliche Ge-danke. Er beruhige. Keine Allegorie rege wild auf;sie erhebe und starke. Herkules selbst, wenn er denCerberus aus der Hölle ziehet; Arria, wen» sie demPaius den Dolch reicht:Es schmerzt nicht, Pa-tus!" werde uns dargestellk ein erfreulicher Gedanke.Und da kein Moment der Handlung langer und