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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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i5» Früchte aus den sogenannt-

Nicht jedem geistigen Begriff, nicht Alles in die-sem Begriff wollten die Griechen bilden; vielmehrdie Einfalt, mit der sie dergleichen Begriffe an-sehn, cher Wink, mit dem sie den zartesten Punktder Handlung erfassen, die Leichtigkeit, mit dersie, ohn' Ein Ueberflüssiges, ein Weniges und dasWenigste zu jenem Punkt der Erinnrungordnen Dies macht sie zu Mustern, so wie des rei-nen kl a re n S i n ne s, so der süßen Gnügsam-keit und Weisheit der Allegorie. Ein verwirrterKopf wird keine glückliche Allegorie treffen, keine er-finden. Entweder stellet er leere Bildungen hin, oderer verwirret, er überladet.

4 . Auf Münzen endlich, zumal unter denRömern, ward der Allegorie ein Staats ca umgcgvnnet; ansehnlich, aber kalt, oft anmaßend. Hiertraten nun die personisizirten Tugenden auf, diewir gewöhnlich Allegorieen nennen, der Ruhm, dasGlück, Anno na, der Friede, die Si eher h e i t,die Hoffnung u. f.; metallische Allegorieen, dieden Griechen Gegenstände reiner Kunst kaum gewesenwaren. Auf Münzen indeß, wo eine Inschriftsie erklärte, wo ihre Attribute bald eine angenom-mene, gangbare Münzensprache ward, standensie am rechten Ort; so wie auch, wenn sie aufTriumphbogen, oder auf Staats - und Ehrenplatzinerschienen. Genau betrachtet wollen diese Wesen keinePersonen seyn; mit Unrecht nennet man sic Perso-nifikationen; Buchstaben sind sie des Kunst-denk m a h l s.

5. Allegorische Gemahlde endlich? Von grie-chischen Gemahlden schweigen wir hier. Da ihre