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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten.

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rer Bedeutung. Wer, wenn er Diana mit ihremGefolge dem schlafenden Endymion, schere nahen odersie von ihm hinwegschleichen flehet, sagt sich selbst:eine Liebe Dianens und Endymions, ist nur Blickund Traum. Ares und Aphrodite lieben anders."

Auf diesen Flächen der Verzierung gewann dieAllegorie ein um so schöneres Feld, da sie mei-stens enge umschlossen war,, und inS Wei-teste nicht ausschweifen konnte. AlS schmale Einfas-sung zeigten sich z. B. kleine Genien in hundertKinderspielen voll Bedeutung. Wer kennet sie nicht,diese lieblichen Spiele? wem müßte ihr Sinn erklärtwerden? Amor, der, die Leyer in der Hand, aufdem Löwen reitet, Amor, der don Blitzstrahl Jupi-ters selbst zerbricht, Liebesgötter, die mit HerkulesWaffen, mit Symbolen des Krieges, der Weisheitselbst, mit den Attributen aller Götter spielen z ihreAllegorie spricht verständig und lieblich. Die Ge-schichte Amors und der Psyche in allen ihren Scenenist der Edelstein in diesem goldnen Ringe, in wel-chem die größten Götter Genien wurden, um imengen Cirkus einer Allegorie vorstellbar zu werden.Bis zu Blumen der verzierenden Arabeske stiegen sienieder.

3. Noch einen engern Raum gewann die Alle-gorie auf geschnittenen Steinen. Sind Leesenicht Denkbilder? fodern sie also nicht Gedan-ken? Als Ringe der Hand, als Geschenke an andre,auch ihrem inner» Werth nach wollen sie eine an-muthige Erinnrung, sei) sie Person oder Momentder Fabel. Welch einen Schatz trefflicher Vorstellun-gen hat uns die Daktyliothek der Alten aufbewahrct!