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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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148 Früchte aus den so genannt-

erhabnen Gedanken einer Erscheinung, die nicht alsein Spiel der Phantasie, sondern als ein geglaubtes,mächtig - holdes, durch sich selbst bedeutendes Wesendasteyt. Stellung, Handlung, Gliederbau drückt einelebendige Natur aus, ihren Eharaktcr.

Natur und Kunst, o wie sollt ich euch trennen?

Geliebte Zwey, so innig-fest vereinet!

Soll ich euch Schwestern, Mutter,'Tochter

nennen?

»Da Eine in der Andern mir erscheinet.

Ich «ags, in I e dc r I e d c zu erkennen;

Ein Thor, wer beyde zu entzweyen meynet.

Der Weisheit Ziel ist, sie in Eins umschließen,

Statur in Kunst, Kunst in Natur genießen.

2. Sobald die Bildung auf eine Flache, (einBasrelief;. B.) tritt, gewinnt sie ein andres We-sen; auf dieser Flache nämlich bekommt eine Ge-dankendarstellung Raum. Wenn Götter undGöttinnen auch nur um einen runden Altar als Bild-werke wandeln; fortschreitend bilden sie Einen Zug:jede Gestalt will ein Charakterzeichen, wodurch siekenntlich wandle. Oder scyn sie Verzierungen derWand, des Hausgeraths, der Gefäße, der Throne,der Sarkophagen; nach Ort und Zweck nimmt jedeGestalt eine eigne Beziehung an auf dieser Flache,zu dieser Absicht. Der Gott auf einem Becher istnicht mehr der Gott auf einem Thron des Olymps;Diana oder Pallas auf einem Sarkophag sind nichtdie hohen Gestalten, die in der Schlacht oder aufBergen erscheinen. Mitwirkend in einer Fabel wer-den sie historische Wesen; im Moment der Hand-lung, an de? sie Theil nehmen, liegt der Punkt ih-