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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten. 14?

bildet ohne jene wahren großen Urbilder der Natnrundenkbar.

Das höchste Alterthum, das wenig schwatzte,aber tiefer empfand und dachte, hielt sich an dieseAllegorieen der erhabensten Art. Mit dem mindestensagten sie dabey viel, und wie rein! wie kräftig!

In unsrer Seele, dieser tiefen verborgnen Weltschlaft unter andern Eine sehr wirksame Kraft, dieBildnerin der Gestalten. Da unser Ver-stand der göttliche Lichtpunkt ist, der allenthalbenaus dem Mannigfaltigen sich Einheiten schafft, siebeglanzt und umschließt und bildet: so schlummern inJedem unsrer Sinne gewohnte Fertigkeiten,dies Schöpfungswcrk dem Verstände nachzuthun, al-lenthalben ein Eins zn finden und sich an zu bil-den aus Vielem. Kaum schließt sich unser Auge:so schweben ihm Bilder vor, Heller, dunkler, trau-riger, munter, ungestalt, schön, entzückend, nachder Beschaffenheit und Stimmung des Organs, dasSeele und Körper vereinet. Wo schlummerten dieseIdole? wer weckte sie auf? Ohne unser Authun, unsunwillkührlich, oft uns verhaßt und widrig, verfol-gen sie einander und vecschweben. In Krankheitensind Wachende diesen Traumen ausgesetzt; es giebtMenschen, die immerhin träumen. Andre, nochaufgeregter, sehen Gesichte. Wir haben nichtserklärt, wenn wir dies bilderschaffende Vermögen dieDichtungskraft unsrer Seele, Phantasie, nen-nen. Denn diese Zauberin ruft nicht etwa nur.ge-