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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten.

dern voraus? Daß sie, sagt man, naher der Na-tur liegen. Wohl! so rücke man denn auch in sei-nem Stande der Natur naher; warum wollte manunnatürlich, oder gar der Natur zuwider leben?Oder macht das ihr Jdyllenartiges, daß sie gewöhn-lich kleine Gesellschaften bilden? Beruhet nichtallenthalben auf kleinern Gesellschaftern das Glückdes Lebens? und knüpfen Freundschaft, Liebe, Ge-nossenschaft zum Werk, zur Haushaltung, gar zurGefahr, zu jedem Unternehmen dies Band einerkleinen Gesellschaft nicht? zu welchem Stande manauch gehöre. Müßte ich Fischer oder Jager seyn,um die Natur zu genießen und meine Hütte zu ord-nen ? Also in allen Situationen, in allen Ge-schäften des Lebens, wenn sie nicht wider die Natursind, lebe man ihr gemäß und verschönere sein Le-ben. Allenthalben blühe Arkadien, oder es blühtnirgend. Aus unserm Herzen sprossend muß unserVerstand sich durch Kunst dies Lebens-Jdyllion schaf»fen, durch Auswahl diese Lebensekloge vollenden.

Auf wie einen reinen Platz tritt hicmit dasIdyll! Leere Beschreibungen der Natur, Schafertan-dcleyen, die nirgend existiren , verschwinden in ihmwie abgekommene Galanterieen; der ganze Kram eineruns fremden Bilderwelt, von dem unsre Phantasieso wenig als unsre Empfindung weiß, verschwindet.Dagegen tritt unsre Welt, nach Jedes Weise undSitte in den schönen Glanz einer neuen Schöpfung;Geist und Herz, Liebe, Großmuth, Fleiß, Tapfer-keit, Sanflmulh schaffen sich ein Arkadien in ihrerWelt, in ihrem Stande, es ordnend, genießend,gebrauchend.