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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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r32 Früchte ausdensogcnannt-

u n d Idyllen hoben, sind nichts weniger, alsdie rohen Gesänge jener Schäfer; Bions, Moschus,Tkeokrits Gedichte sind Kunstwerke. Der letztenannte sic sogar also: denn Zdyll (Lt-suXX-z,.)heißt ein kleines Bild, ein Kunstwerk.Wahrscheinlich war es Bescheid s t, daß der ge-lehrte Alexandriner, Er, in Wahl der Gegenständesowohl als im Versbau ein wahrer Künstler, diesenNamen wählte. Er faßt unter ihn die verschieden-sten , manche der Hirtcnwelt sehr entlegene Gegen-stände, den Raub der Europa z. B. das Lob Köni-ges Ptolomaus, die Hochzeit des Menelaus und derHelena, eine Klage über die schlechte Aufnahme derMusen, das Fest des Adonis. Jenen engeren Be-griff ursprünglicher Hirtenpoesie verband Theokritalso nicht mit seinem Idyllen - Namen.

Virgil mit dem Namen seiner E g l o g e n, d. i.auserwählter Stücke, auch nicht; dieser be-griff im Sinne der Römer ungefähr Das, wasTheokrit mit seinem Name» Idyll anzeigen wollte,nämlich ausgesuchte, w o h l a u sgc a r b e i te te,kleine Gedichte.

Bey dieser Unbestimmtheit des Namens war esNatur der Sache, daß die Folgezeit nach demHauptbegriff der Gattung die Benennungfestsetztc. Nothwendig also crhohete man den Be-griff; aus der Hirten - ward eine Schaferwelt, ausdem wirklichen ein geistiges Arkadien, ei»Paradies unsrer Hoffnungen und Wünsche, ein Para-dies also der Unschuld und Liebe, oft auch in ihren