i3o Frü c hte a us de n sog e n annt-
mes, ihr Schönes; Sommer und Herbst, selbst derraube Winter. THörigkeit ist die Seele derNatur, mithin auch Mutter alles Genusses, jederGesundheit. Der Sturm ist angenehm wie die hei-tre Stille, und wenn wir ihm entkommen sind, imAndenken sogar erfreulicher als jene. Das Unqcwit-ter ist schrecklich, aber doch prächtig. Jede über-wundene Gefahr macht uns die Natur anziehender,uns in uns selbst größer.
Man könnte Idyllen dieser Art die männli-chen, jene sanftere die weiblichen nennen;Kinder lieben sie in Versuchen, Männer in Thatcn,im Andenken Greise. In der Natur verschlingenbeydc sich zu Einem Kranz; im Ringe der Jabrs-zeiten ist Eine nicht ohne die Andre. Wehe dem,der blos das sanfte, weiche Idyll des Le-bens liebet! dem stärkeren,, rauheren ent-gehet er doch nicht.
Dey den Griechen entstand das Idyll nicht an-ders als Key andern Völkern; nur formte es sichnach ihrem Klima und Charakter, nach ihrer Le-bensweise und Sprache. Möge es Arkadien oderSicilien gewesen seyn, wo zuerst ihre Hirten sangen;muntere Hirten an fröhlichen Tagen singen allent-halben. Sie suchten Gesellschaft, sie trieben zusam-men, sie wetteiferten in Liedern; sie zankten, wähl-ten einen Schiedsrichter; verehrten einander Geschen-ke — alles der Natur des dortigen Klima, denSitten damaliger Zeit gemäß, Ausbrüche der Ein-