goldnen Zeiten,
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so wie die Na tursprach e, so auch das einfa-che Ideal ihrer Dichtkunst.
Auch wenn sie aus dieser einfachen Lebensart ineine künstlichere übergingen; Sprache und Denkarthakten sich geformt; gern ging man in die Sittenund Sagen, ins Andenken älterer Zeiten zurück, daMan in einem so glücklichen Zustande gelebt batte.Nur die Bilder veredelten sich; es ward ein Idyllhöherer Art, ein Traum des Andenkens alterglücklicher Zeiten. Auch die königliche Braut inSchmuck und Pracht mußte als eine Schäferin, ihrGemahl als Schäfer, der König ein Hirt der Völ-ker, Gott selbst als ein Hirt feines Volkes erschei-nen, um ein Zeitalter der Ruhe und Freude, einIdyll der Glückseligkeit darzustellen oder zu schildern.So unauslöschlich sind in uns die Züge der Natur,die Eindrücke der, Jugend!
Denn in der Kindheit ist nicht die JdylleNwcltunser süßester Eindruck ? Wenn der Len; erwacht,erwachen wir und fühlen in ihm den Lenz unsresLebens; mit jeder Blume sprießen wir auf, wir blü-hen in jeder Blüthe. Uns. klappert der wiederkoMmeu-de Storch, uns singt die Nachtigall und die.Lerche-An der Munterkeit und dem neuen Frühlingslebenjedes Geschöpfs nehmen Kinder brüderlich-schwester-lichen Antheil. Idyllen sind die Frühlings - undKinderpoesie der Welt, das Ideal menschlicher Phan-tasie in ihrer Jugendunschuld.
Aber auch jede Scene der Natur in allenJahrszeiten hat für gesunde Menschen ihr Angeneh-HerdersW. Lic. ».Kunst. All. I