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mit seinem Kranz und mit seinem Stabe den Um-riß ihrer Kunst vor. Morpheus heißt er, derGcstaltenbildner. Also
1. Umfasse uns der Traum ganz; halb wa-chen, halb träumen, ist ein ermattender, rastloserZustand. Wem die Gabe zu bezaubern versagt ist,wolle nicht zaubern; er lehre wachend, nicht träu-mend. Noch minder störe der Dichter sein eigenWerk, iuvem er uns mitten im Traum aufrütttlt,und daß es nur ein Traum sey, ungeschickt belehret.Wie oft geschieht dieses! und durch wie manche un-selige Künste! Nicht immer weiß der Dichter seineigen Gebilde gnugsam zu schonen und zu ehren; so-fort verfliegt der Zauber.
2. Die in uns wirkende, Vieles zu Ei-nem erschaffende Kraft ist der Grund desTraumes; sie werde auch Grund des Romans, desMahrchens. Fehlet cs diesem an Einheit, an Ver-stand, an Absicht, sowohl im Ganzen, als in Fort-leitung der Scenen, so ists ein kranker, gebrechli-cher Traum. Nichts foltert im Schlummer unsmehr, als wenn wir suchen und nicht finden, manerwartet uns und wir sind nicht fertig, werden esauch nicht bey aller Mühe und Arbeit; oder wirkommen nicht weiter, klettern in dunkeln Gemäuernauf und nieder; man verfolgt uns und wir wissennicht, wer uns verfolgt — unselige Traume! Der-gleichen Angst treiben uns Erzählungen ein, in de-nen wir auch auf- und niedersteigen, ohne sortzu-kommen; wir suchen und finden nicht, kleiden unsan und werden nie fertig. Und der häßliche, aufNichts ausgehende Traum jagt uns gar, wie Udol-