>22 Früchte aus den sogenannt-
deß, als wohlgedachte und wohlqeschriebenc Schrifteninsonderheit der Jugend immer wohlthun; in Ram-say ist sogar ein Funke jener Begeisterung aus dersanften Flamme Fenelons, der das Herz mit keinemunwürdigen Feuer erwärmet. Das schon ist ein gu-tes Zeichen, daß diese Gattung Romane, die gleich-sam auf klassischem Boden lebet, fortan nicht aus-gegangcn ist, wahrscheinlich auch nicht ausgehen wird,bis ein neues Griechenland, aufblühct.
Uns naher schloß sich der Roman an Standede s bürgerlic hen Leb e ns an; aus Spanienüber Frankreich kamen uns in dieser Gattung ro-mantische Muster, GilBlas von Santi lla-na, der Baccalaureus von Salamanka,Guzm and'Alfarache u. f. Die kleinen Er-zählungen in ihnen und sonst einzeln (Novellengenannt) werden noch lange gelesen werden. Wiedas Mahrchen den Morgenländern, so, (möchte mansagen), gehört der eigentliche Roman den Spa-niern. Ihr Land und Charakter, ihre Verwandt-schaft mit den Arabern, ihre Verfassung, selbst ihr'stolzes Zurückbleiben in Manchem, worauf die eu-ropäische Kultur treibt, macht sie gewissermaßen zueuropäischen Asiaten. Die Verwicklungen, dasAbentheuerleben, von dem ihre Romane vollsind, macht ihr Land hinter dem Gebirge, die schöneWüste, unsrer Phantasie zu einem Zauberlande.Ruhe sanft, Cervantes! und Du, der uns soviel Schönes über die Pyrenäen zubrachtc, Du, der