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goldnen Zeiten.
Welche reiche Ernte von Weisheit und Lehrein den Dichtungen voriger Zeiten, in den geglaub-ten Mährchen der verschiedensten Völker zu ei-ner bessern Anwendung für unsre und dieNachzeit in Keimen schlummre, weiß der, der dieFelder der menschlichen Einbildungskraft mit for-schendem Blick bereiset hat. Es ist, als ob dieVernunft Alle Völker und Zeiten der Erde habedurchwandern müssen, um nach Zeit und Ort jedemögliche Form ihrer Einkleidung und Darstellung zufinden. An uns ist es jetzt, aus diesem Reichthumzu wählen, in alte Mährchen neuen Sinn zu legen,und die besten mit richtigem Verstände zu gebrau-chen. So neugeschaffen und neugekleidet, welch herr-liches Werkzeug ist ein Mährchen! Zwa^ nur einTraum der Wahrheit, aber ein zauberischer Traum,aus dem wir ungern erwachen und zu unsrer Seelesagen: träume weiter!" Nicht etwa nur von Zeitund Ort binden uns wahre Mährchen los, sondernvon der Sterblichkeit selbst: wir sind durch sie imReiche der Geister.
Und wie in Träumen empfinden wir auch beyihnen unser' dop p e l te s Ich, den träumendenund den traumanschauenden Geist, den Erzähler undHörer. Streng - beurtkeilend horcht dieser und rich-tet die erscheinenden Gestalten.
Wunderbares Vermögen im Menschen, diese urz-tvillkührliche, und doch mit sich selbst bestehende Mähr-chen - und Tcaumdichtung! Ein uns unbekanntes,und doch aus uns anfsteigendes Reich, in dem wirJahre — oft lebenslang sorkleben, fortträumen,fonwandern. Und eben in ihm sind wir unsre scharstHcroerLW.Lit.ri.Kmist.Xll, H