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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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gold neu Zeilen. irr

VSN den Eigenheiten seiner Denkart, von seinem ver-borgnen Glauben und Aberglauben, vom geheimstenSchatz seiner Traume und Spekulationen Rechen-schaft geben sollte, wird vom meisten den Grund da-von in Eindrücken der Jugend finden, in der unsAlles wie ein Mährchen vorkommt. Viele setzendiesen Mahrchentraum fort bis zu ihrer letzten Le-bensstunde.

Selbst der Glaube an einen bösen Geniusals ob dieser mit uns ginge, um unfern besten Ent-würfen immer einen Fleck anzuhangen, einen Quer-strich zu machen, und sich besten zu freuen, selbstdieser Glaube scheint der edleren Menschennarurnachtheilig, wie gern ihn auch die neueste Philosophiein Schutz nehmen möchte. Die Menschheit mußeinmal dahin gelangen, daß sie, ihrer selbst ge-wiß, einsehen lerne, wie auch die Queerstriche unsresSchicksals von keinem als der großen und gütigenMutter der Dinge nach ihren ewigen Ge-setzen gezeichnet wurden, und daß die Fehler, diewir selbst, die Bosheiten, die andre gegen unsbegehen, Verirrungen des menschlichen Verstandes,Krankheiten des menschlichen Herzens sevn, dieunsre heilende Pflege erwarten. In diesem Lichtder Natur betrachtet, verschwindet aus ihr der großeböse Dämon; sein Reich ist zerstöret. Die klei-nen Onsmonculi in unscrm und andrer Herzensotten (selbst im Mährchen) nie Mitregcnten de-Weltalls oder unscrs Lebens seyn; sondern als Feh-ler- und Phantome aufgcdeckt, sollen sie verstummenund schweigen.

Eine reine Sammlung von Kinderinährchen inrichtiger Tendenz für den Geist und das H^rz der