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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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abgestorbnen Welt; indeß auch diese schmerzhafteVeranlassung, benähme sie etwas der Sprache derWahrheit? Eben diese naive Herzcnsbekenntnisse,diese geistige Romane mit Gott und Christus, dem Aufmerksamen bieten sie einen reicherenSchatz der Warnung und Unterweisung dar, alsmanche andre Verirrung des Geistes und des Her-zens*). Nur wisse man sie zu lesen. Wo dieseGeschichten das Herz ergreifen, und in sich kehren,sanft oder schmerzhaft; wer wäre es, der nicht sol-cheü geistlichen Erfahrungen und Wanderschaften«inen innigem Werth gäbe, als Allem, was bloSvon außen die Phantasie mahlet?

Einige Ritter und Damen beklagten eS, daßmit dem Anfänge des vorigen Jahrhunderts die altenRitte rromane allmählich unter die Erde gegan-gen seyn, an denen sich ihre Vorfahren Jahrhundertehinab standesmäßig-langweilig erbauet hatten. AlsDenkmahle und Gemählde der alten Zeitsind sie nicht untergegangcn; die Kunstkompositionen,die Pulci, Ariostv, die bcyden Tasso, Cer-vantes und andre große Dichter aus ihnen webten,werden wie Raphaels Teppiche beschauet und verehrt;sie bleiben unsterblich. Als fortwährende Ge-schichte der Zeit aber, oder gar als Regelder Denkart diese alte Sitten und Trachten, (eineabgestorbne Denk- und Lebensweise) fortzuführen,

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