Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
Entstehung
Seite
104
Einzelbild herunterladen
 

Früchte aus den sogenannt-

104

Lloisa 4.0 lVilr. I'^po;

nicht wie Dido dem Acneas einmal ginge sie ihmvorüber.

Popens Gedicht ist aber doch entzückend schön!"Desto schlimmer, wenn cs ohne Wissen, aber mitunauslöschlicher Wirkung ein verlaumdend Ge-dicht ist, da Pope -als ein katholischer Christ sichum den Charakter seiner Religionsverwandten etwasmehr hatte bekümmern können. Große, würdigeNamen gehören der Geschichte, nicht der Laune oderdem Wohlbehagen eines Poeten, der aus ihren Si-tuationenSchönheiten seiner Art" zieht, wie Ersich das weibliche Herz denkt, und an ihm seineVerskunst übet.

Hinter Ovid und Pope, wie tief hinab ist diesesogenannte Heroide gecakhen! Zum Brief-Romanweiblicher und männlicher Jnsirmitaten.

Aura an Zephyr. Zephyr an Aura.

Z. Aura, Du wehest so sanft! A. O Zephyr, wie we-hest Du lieblich!

Z. Mildere deinen Hauch. A. O Zephyr, 0 stärkemir ihn.

Z. Aura, Du wandelst Dich. A. Du Zephyr, wehst wie '

der Nordwind

A. Z. Da kommt Boreas selbst, welcher unsbeyde begräbt.