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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
Entstehung
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goldncn Zeilen. ^3

entstanden diese Blumen? Woher das mit sich selbstkämpfende Nordlicht? Woher der Blitz, der Don-ner, die Urne des Regens, der Hagel? In Blu-menstöcken fällt Schnee vom Himmel, wer streuetdie Blumen? Dort brüllt und tobt ein flammen-speyender Berg; wer ächzt unter dem Berge? Aufdunkeln Wolken hängt dort ein farbiger Bogen,wer hing ihn auf?" So fragte über alle Erschei-nungen der Natur die jugendliche Neugier; allent-halben ward sie, wie man sie geben konnte, durchSagen belehret.

Insonderheit erweckten seltne Erscheinungender Natur den Geist des Mahrchens. Manche Ge-genden, sind sie nicht wie von diesem Geiste be-wohnt? Hier dies romantische Thal, dort jenerzauberische Brunn, dieser Fels, jene Brücke, dieseBasaltsäulen, jene Hohle. Auf dieser Stelle desgraunvollen Hains, auf jenem Scheidewege, istsnicht, als ob dort und hier unsichtbare Besitzer, diezuweilen sich blicken lassen, wohnen? Pan, Nym-phen Hausen in dieser Hohle; Feen tanzen in diesimromantischen Thal; in jenem Zauberbrunn schwimmteine Najade, in ihm wohnt Melusine. Gelegentlichhalte man vielleicht hie und da eine Erscheinung zusehen geglaubt; in diesem langen Gange eine weiseFrau, ähnlich jener Gestalt in dem alten Bilde;im Walde dort einen wilden Jager, in Klostergän-gen Mönche und Nonnen, in Kreuzwegen Herenge-stalten. Oder man hatte alte Sagen, die der Phan-tasie vorschwebcen, örtlich zu machen; wo, sagteman zu sich selbst, konnten sie füglicher vorgegangenseyn, als hier? Dies ist Fingals Höhle; jenesArthurs Berg; dort hielt er seine Tafelrunde;