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entstanden diese Blumen? Woher das mit sich selbstkämpfende Nordlicht? Woher der Blitz, der Don-ner, die Urne des Regens, der Hagel? In Blu-menstöcken fällt Schnee vom Himmel, wer streuetdie Blumen? Dort brüllt und tobt ein flammen-speyender Berg; wer ächzt unter dem Berge? Aufdunkeln Wolken hängt dort ein farbiger Bogen,wer hing ihn auf?" So fragte über alle Erschei-nungen der Natur die jugendliche Neugier; allent-halben ward sie, wie man sie geben konnte, durchSagen belehret.
Insonderheit erweckten seltne Erscheinungender Natur den Geist des Mahrchens. Manche Ge-genden, sind sie nicht wie von diesem Geiste be-wohnt? Hier dies romantische Thal, dort jenerzauberische Brunn, dieser Fels, jene Brücke, dieseBasaltsäulen, jene Hohle. — Auf dieser Stelle desgraunvollen Hains, auf jenem Scheidewege, istsnicht, als ob dort und hier unsichtbare Besitzer, diezuweilen sich blicken lassen, wohnen? Pan, Nym-phen Hausen in dieser Hohle; Feen tanzen in diesimromantischen Thal; in jenem Zauberbrunn schwimmteine Najade, in ihm wohnt Melusine. Gelegentlichhalte man vielleicht hie und da eine Erscheinung zusehen geglaubt; in diesem langen Gange eine weiseFrau, ähnlich jener Gestalt in dem alten Bilde;im Walde dort einen wilden Jager, in Klostergän-gen Mönche und Nonnen, in Kreuzwegen Herenge-stalten. Oder man hatte alte Sagen, die der Phan-tasie vorschwebcen, örtlich zu machen; wo, sagteman zu sich selbst, konnten sie füglicher vorgegangenseyn, als hier? Dies ist Fingals Höhle; jenesArthurs Berg; dort hielt er seine Tafelrunde;