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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldncn Zeiten.

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Jeder sich seine Moral bilden möge. Die Morali-sten in der Fabel sind langweilige, alberne Ge-schöpft.

Ware nach diesen Voraussetzungen eine gelau-terte Fabellese nicht zu wünschen? Um somehr zu wünschen, da die neueste, obwohl von ei-nem berühmten und verdienten Manne gesammlet,so sehr mißrakhcn ist *). Sie wird erscheinen. NichtAlles, was I. I. Rousseau in seinem Emil ge-gen den Gebrauch la Fontaine's bey der Jugendsagt, ist Deklamation; in Manchem hat er sehrRecht, obwohl nicht immer aus rechtem Grunde.

Noch ein Wort endlich vom Sylbcnmaaßeder Fabel. Soll sie in Pcose oder poetisch erzähltwerden? Nach Belieben, oder vielmehr nach Gele-genheit, Zweck und Inhalt. Die Morgenländer ha-ben ihre schönsten Fabeln in Prose erzählt; bey An-lässen im Leben wird sie schwerlich jemand anderserzählen. So Lockmann, Aesop, Sadi,Wi sch n u - S ar ma , Luther, Lessing, ob-gleich) des Letzten glänzender Styl oft Poesie ist.

*) Rammlers Fabellese. In ihr liegen Fa-beln, Erzählungen, Geschichten, Conversationk-mäyrchen durch einander. Kindern muß sie aus-serst langweilig werden; und die gebohrnen Rich-ter der Fabel sind Kinder.