84 Früchte aus den sogcnanst-
das antiquarische grobe Gelachter in Person darstelle.Etwa nur auf dem Markt des Pöbels und auch dakaum dürfte man durch diese Mittel seinen Zweckerreichen.
Dagegen; gesetzt, eine Gesellschaft hätte übereine Materie lang« , ernst und sogar zänkisch dcrai-sonnirct; ein guter Freund am Ende der Tafel, derbisher geschwiegen, träte hintendrein mit einem Fa-belchen hervor, das er trocken, dem Anschein nachzwecklos, aber sehr treffend, klar und naiv erzählt,und damit jenen ganzen Zwist abthut; erreichte erdamit nicht ein h o h es K omi sc hes, dem die Ver-nunft selbst zuspräche? Die kleinste Miene des ver-zerrenden Lachens hätte ihm geschadet: denn eben derfeine Ernst war sein treffendes Salz, seine Grazieund Anmuth. Wollen Jrrthümer und Fehler derMenschen mit lautem Lachen begrüßt seyn? War-um gaben die Alten, zumal die Morgenländer, ihreFabel Weisen oder Sklaven in den Mund? Wozuanders, als daß sie nicht ausgelassen, nicht ungezo-gen erzählt werden könnte. Manche Neuern ha-ben die Sache anders verstanden; der Weise steckt inder Lehre, die Fabel erzählt der Geck oder an Sa-turnalien etwa der trunkne Sklave.
Zweytcns. Da also das Lustige, dasScherzhafte der Fabel in ihrer Anwendungmithin in der Beziehung liegt, in welcher sie gesagtwird, und diese an sich schon nicht zart genug ge-nommen werden kann: was wäre in der Fabel selbstLächerliches, wenn in ihr alle Wesen als Natur-wesen handeln? Der Fuchs etwa? der Affe? derEsel? O der alten abgekommenen Spässe, die den