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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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82 Früchte aus den sogenannt-

Schaaf *), in Gleims Fabeln **) , die Götterund die Baume, die Raupe und der Schmetterlingu. s. f. sind solche Schicksalsfabeln Na-tur-Ideen, die uns den Sinn und Gangder großen Mutter im Allgemeinen zei-gen. Bey den schönsten Fabeln dieser Art wirdunsre Seele groß und weit wie die Schöpfung; Adra-ste a-Neme si s , fühlen wir, ist die, die imVerborgnen Alles vergilt, Alles lenket, Alles regie-ret. Sie schützt den Unterdrückten und stürzt denFrevler; sie rächet und lohnet.

Fortsetzung.

Nach dieser dreifachen Eintheilung des Inhaltsund Ganges der Fabel richtet sich natürlicherweiseauch ihr Vortrag. Wer wollte mit Naturgesetzenspielen? wer über sie tändeln und die große Mutterin ihren Darstellungen affend zu Spott machen? Ge-rade dieser Scherz, dieser ungesalzene Spott hat dieFabel tief erniedert. In wie manchen Fabulistensicht man leibhaft den Thoren vor dem DelphischenAltar stehn, der mit dem Orakel Scherz treibenwollte. Apollo trieb mit ihm Scherz; er machteschlechte Fabeln.

*) Lessings Fabeln B. I. S. H. »8.

**) Gleims Fabeln B, st, »i.