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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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78 Früchts auZ den sogenannt-

Ein Marder fraß den Auerhahn,

Den Marder würgt ein Fuchs, den Fuchs desWolfes Zahn.

Hagedorn.

Weicher Satz aus dieser Intuition gezogen werdeeine Sitten lehre wird es nie seyn. Was will,was thut also die Fabel? Sie öffnet uns nur denAnblick der Welt,

Wo oft die Größcrn sich vom Blut der Kleinernnähren;

damit hat sie ihr Amt gethan, und hatte sie damitnicht viel gezeiget? Nun ziehe jeder sich hierausnach Herzenslust praktische Lehren.

Der größeste, ja vielleicht der schönste Theil derFabeln in Lockmann, Aesop, Vischnu-Sarma und wo nicht sonst? ist rcin theore-tisch.So besteht die Welt; so folgt Eins ausdem Andern. Z. D. Dies wird, wenn Man mitvollem Munde nach dem Bilde im Wasser schnappt;jenes, wenn man als Schaaf mit dem Wolfe strei-tet; wenn man als Haase mit dein König-Löwenjaget.- Merke dirs und Ziehe dir daraus vielfältigeLehren." Bey jeder Neuen Wendung der Begeben-heiten kommt eine andre zum Vorschein, die du dirselbst sagen magst; genug! das Factum der Na-tur soll als Gesetz und Weltordnung deinenVerstand üben, daß, wenn du unter Menschen denWolf, den Bock, den König-Löwen und dich mitihm in gleicher Situation antriffst, du wissest, wor-auf es ankommt.

Diese Fabeln mögen logische oder-lieber in-tellektuelle, d. i. den Verstandbildende