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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten.

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Lessing selbst? Hätte Bodmer seine unartigeParodie *) schreiben können, wenn der Dichter nickthie und da den Gedanken - und Empsindungskreisseiner Fabelgeschöpfe zu sehr erweitert, und biswei-len in das höchste Gebiet der Menschcnvernunft ge-rückt hatte? Gebildeten Lesern sind diese Fabelepi-gramme sehr willkommen; Lesstng hörte man gern,wen er auch spreche. Zu Aesop indeß verhalten sichseine Fabeln oft, wie der Schmetterling zur Raupe.Aus ihr gezogen, fliegt der neue Einfall in glän-zender Gestalt hervor; die alte Fabel indeß warihm als erste Form und Nährerin unentbehrlich.

Seit Aphthonius hat man die Fabelnin vernünftige, sittliche und v e r m i schteeingetheilet; auch Wolf und Lessing folgten die-ser Klassifikation, jeder mit eigner Bestimmung ih-rer Worte. Mich dünkt, die Adrastea der Na-tur, der die Fabel, wenn sie rechter Art ist, die-nen muß und dienet, beut uns eine Bestimmungdieser Klassifikation dar, die schwerlich zu andernseyn möchte. Macht nämlich die Fabel eine Lehreals Naturgesetz in einem einzelnen Fallder großen Naturotdnung anschaubar: ko istdiese Lehre entweder

r. Theoretisch.

) Lessings unasopische Fabeln n.f. Zürich 1^760.