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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten.

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Gespräch zwischen dem Spiegel und Fächer, derNadel und Scheere. Die Wirkung endlich, daeine Darstellung des höchst Wahren (kakulaveri) blos amüsiren soll, ist traurig. Wie mußes mit Menschen stehen, denen die nothdringendstenGesetze und Verhältnisse der Natur ein Spielwerk,ein Zeitvertreib zum Gähnen sind, bey dem manetwa nur die spaßhaften Eingänge, die lüsternen Di-greffionen, oder gar nur die Versifikation bewundert!

Laugnen können wir es nicht, daß unsre neuereDeutsche Fabel an diesem Becher der Circe Theilgenommen habe. Unsre treffliche alte Fabulisten, dieMinnesinger, der Renner, Boner, Rei-neke, Burkard Waldis u. f. in ihrer einfachenManier und Vcrsart, dünkten der neuen Zeit zueinfach; man folgte also mehr und minder des laFontaine und seiner sinnreichen Nachfolger amü-santen Erzabluugs- und Versart. In Einleitungenund Digrcssionen, denen meistens der Reim ihr cmr-riculunr vorzcichnete, schleuderte man spaßhaft-lang-weilig einher; und auch im Inhalt der Fabel erlaubteman sich, sprechen zu lassen, was auf dem Papierirgend sprechen konnte. So ward die wahre, urkund-liche Naturpoestc das abgegriffenste Ding, so amü-sant, daß es fast niemand mchr amüsiret.

Ob wir nicht noch zum Fabelgebiet derNatur zurückkehrcn könnten?" Warum nicht? Inden Händen sowohl als im Reich der Natur lebenwir, ihr uncntwindbar. Wenn nicht Ccdcr und Cy-pccffe, so wachsen Birke und Fichte vor unfern Au-gen; wenn nicht Tiger, so kennen wir Wölfe, Ba-