7» Früchte aus den sogenannt-
ren und Füchse. Ja, entgingen auch sie, die Na-turordnung bestellet und wird bestehn; sie, derewige Grund der Fabel. Aus gleicher Tiefe derNothWendigkeit also, des Natur- und Ber-lin n ftb e sta n d es , der ewigen Zusammen-vrdnung der Dinge lasset uns schöpfen, wie dieAlten, und die verachtete Schwätzerin wird wieder,was sie einzig sepn kann und seyn will, eine Lehre-rin der Menschheit, zumal der Jugend unddes Volks werden, außer welchem Kreise ihr Be-rus dahin ist.
Wer von uns denkt nicht daran, wie in seinemLeben ihm manchmal zu seinem Schaden im Mo-ment des Handels das Andenken nur Einer Fabelfehlte? Wenn der Fuchs den Bock in den tiefenBrunnen lud, und dann auf seinen Hörnern hinaus-sprang; wenn den fliehenden Hirsch eben sein geprie-senes Gehörn zwischen den Strauchen festhielt undseine verachteten leichten Füße ihm nicht mehr halfen;wenn der Schwarz - und Weißfarber zusammenwoh-nend sich so wenig frommten; wenn der Hund anBesitz verlor, was er im Schatten haschte; wenndas kleine Thier mit dem gewaltigen Löwen in Ge-sellschaft jagt? u. f. wer erinnerte sich nicht oft nachAusgange der Begebenheit, daß ihm unglücklich dieFabel entgangen war, als er sie spielte? Und beygroßen Begebenheiten der Welt, auch unsrer neuenGeschichte Europa's — mich- dünkt, die Fabel derer,die einen Gewinn theilen, ehe sie ihn erjagt hatten,die Fabel der Frösche, die mit dem Klotz unzufriedensich einen neuen König erbaten, und wie viel andrestellet uns mit jedem neu umgeworfenen Blatt der