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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten.

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Menschen wollen nicht immer gern von andernbelehrt, geschweige zurechtgewiesen seyn; sie wolle»sich durch Vorhaltung der Sache selbst belehren. Dieslhut die Fabel. In ihr wird eine Handlungdargestellt, die durch sich redet; sage jeder sodanndie Lehre sich laut oder still in der Seele.

Und wer könnte uns zu diesem Zweck gewissereLehren geben, als die Natur? Ihr Gang ist fest,ihre Gesetze sind beständig. Die (Zypresse und Ee-der, der Palmbaum und Mop, was sie vor Jahr-tausenden waren, sind sie noch. Auch die Wirkungder Elemente auf sie hat sich nicht verändert. DerWolf, der Fuchs, der Tiger sind gleichfalls, was siewaren und werden es bleiben. Die Haushal-tung der Natur geht fort nach ewigen Gesetze^in unveränderlichen Charakteren.

Und an ihr hat sich der menschliche Verstand,ja die Vernunft selbst zur Regel gebildet.Ginge es in der Schöpfung wie in einem Tollhausedurcheinander, daß Alles heut so, morgen a«derswäre, daß kein Band der Ursachen undWirkungen, keine Consequenz der Bege-benheiten statt fände: so fände auch keine mensch-liche Vernunft statt; an sie wäre nicht zu gedenken.Daß uns aber allenthalben, unter allen Veränderun-gen, Bestandheit, Ordnung, Folge derDinge vor - und einleuchkct, daß die Veränderun-gen selbst erkennbaren Gesetzen und Re-geln unterworfen sind, und der Mensch, das hülfs-bedürftige Geschöpf, von allen Seiten getrieben ward,diese Gesetze auszuspahen, dieser Ordnung, wenn ernicht unterliegen wollte, zu folgen; dieser schöne