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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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62 Früchte aus den sogcnanNt-

Die Taube brachte mir ein Oelblatt; mirZu Füßen sank der kranke Leu; ich zogDen Dorn ihm aus dem Fuß; cr folgte mir.

O, sprach ich, Mensch, jetzt leider ein Gequälter,Ein müßiger und üppiger Tyrann,

Wann wird er, was er kann und sollte seyN?

Der Schöpfung Bildner und Vollender, derIn seiner Hand so Tod als Leben tragt,

Um Leben abzuwagen, auszuspenden,

Und reichet zu crneun und herrlicher!

Dazu verleih die große Mutter ihmIhr Wohnhaus; zu ersetzen was gebricht,

Zu ordnen es und zu beseligen.

Sein Werk ist neue Schöpfung; seine Kunst,

Sein Ziel die Bildung edlerer Natur.

Durch Ihn, dureh Ihn nur blühkHesper

rien!

5 .

Fadel.

Eine Lehre will Anwendung, Mithin derBortrag einer Lehre Darstellung, Einklei-dung. Man muß wissen, wie sie sich beurkunde,und wo möglich durch sich selbst bewahre. Dieß istder Grund der sogenannten äsopischen Fabel;zum bloßen Zeitvertreib ward sie nicht erfunden.