Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
Entstehung
Seite
61
Einzelbild herunterladen
 

goldnen Zeiten.

br

Mit Eurer schwachen HandVermögt ihr nicht den großen Kampf. Es muß,Die ganze Schöpfung muß euch Diener scynUnd Werkzeug; Feur und Wind, Luft, Wasser, Erd'Und ihr gehärtet Kind, der scharfe Stahl.

Darum erschoß den wilden Adler ich,

Der an Prometheus Leber fraß, entfesselndIn Ihm Vernunft, Voraussicht, Billig-keit.

Wenn Euer Stahl zu morden aufhört, wennSein friedlich Werk beginnet, räumet erDie ganze Schöpfung Euch zur Wohnung aus,Auf laufend Weifen neu geschmückt und freundlich.Daß ihr den Elementen trotzet, istNicht euer größtes Werk; zu andern sie,

Sie zu gebrauchen, ist das Größere.

Schafft um den Boden und des Bodens Frucht,Und pflanzt aus Welt in Welt, von Baum zu

Baum

Hinüber, was euch nützt und euch erquickt.

Sorge, daß ihr euren Himmel mildert, EuchDie Welt zu Eurer Wohnung, Euch zum Heil,Zu Aller Heil die weite Schöpfung macht,

Dies, Menschen, ist Olympia, das ichFür Euch gestiftet; Euer Kranz. DazuHolt' aus Hesperiens Gefilden ichFür Euch die goldnen Aepfel. Pflanzet sie.

Durch Euch, durch Euch nur blüht Hesperien.

Die Gottgestalt ging in den Hain zurück,

Und eine Schwalbe flog in'meinen Schoos.

Geh, (sprach ich, sanft sie streichelnd,) baue DirDein Haus, wie ichs den Meinen bauen will."