5^ Frücht? aus dcn sogenannt-
clamationen? La Mot re Houtard, I. B.Rousseau u. a, versificirten esu? gute Anzahl der-selben, deren Form auch in Deutschland lange nach-geahmt und oft übertroffen ward. Meistens betrafensie geistige oder sittliche Gegenstände, über die Man-cherley gesagt werden konnte; und viel Gutes warddarüber gesagt. Eine lyrische Strophe, die, wieder Alexandriner uns jetzt lang dünket, galt damalsfür eine schöne poetische Periode.
Und waren diese sonore Lehroden nichtPoesie? Ware z, B. (wie unsre Neulinge wollen)Uz kein lyrischer Dichter? Wenn nach griechischerWeise Einem Verstorbene!; sein Ehrenzeichen, einebekränzte Lyra aufs Grab gesetzt werden sollte; sogebührte sie Ihm! eine Lora mit dreyfachem Kranz,der Dichtkunst, der Weisheit und des thatigen Ver-dienstes, umwunden. Eben Er traf den Ton, indem die Lehre, jedermann verständlich, in feurigenoder sanften Solbenmaaßen unser Gcmülh durch-dringet, und es in süßer Begeisterung mit sich fort-zikhet oder fortrechk, Seine besten Oden *) find ein
*) Uz xo. tische Werke. Die Zufriedenheit,dqs bedrängte Deutschland, der Weise aufdem Lande, an das Glück , die deutschenSitten, Ermunterung zum Vergnügen, dieWohllust, die fröhliche Dichtkunst, die Wissen-schaft zu leben, der standhafte Weise, die Freu-de , die wahre Größe, die Glückseligkeit, die ru-hige Unschuld, Theodice< , der wahre Muth , andie Frevheit, Horaz, Laura, das Schicksal, anden Frieden, der Patriot, an die Freude u. f.