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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten.

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Lehrbuch der liebenswürdigsten Moral in süßen Ge»sangwcisen. Wenn gleich er Horazens Sylbcnmaasenicht gebraucht hat, so spricht doch Horazens Geistdurch ihn, im Inhalt sowohl als im Schwung undin der Anordnung seiner Oden. Kehre der Klangderselben, die ein bisarrer Geschmack verdrängt hat,ins Ohr der Jünglinge wieder!

Unsrer seligen poetischen Zeit wäre ein Pope,ein BoiIeau wohl zu wünschen. Nicht etwa nurdes Fleißes in der Sprache und Verskunst halben,der mit dem abgekvmmcnen Reim hie und da seltenworden ist, sondern des Inhalts ihrer Werkeselbst wegen, zu welchem reife Beobachtungen,Grundsätze, überhaupt eine Welt- und Menschen-kenntnis nöthig ist, die ein Klingklang an Werthschwerlich ersetzen möchte. Zn unfern Zeiten bearbei-tet, würden die Themata jener Dichter neue undmerkwürdige Produktionen geben! Ucbcr Kritikund Dichtkunst würden sie nach Veranlassungenunsres Lustrums andre Vorschriften machen, imLaufe der großen und kleinen Welt würden sie andreThoren zu belehren finden. Und ein Versuchüber den Menschen zu unsrer Zeit, (mit allerBescheidenheit gegen den verdienstreichcn, glanzendenNamen Pope sey es gesagt,) wie größer, kühner,richtiger könnte er werden! In der Haushal-tung der Natur, in der der Mensch sichtbarerHaushälter ist, sind seitdem von den Sternsy-stemen, hinab in die Tiefen der Erde, in die Ele-mente der Wesen, so weite und scharfe Blicke ge-than; die Frucht, an der das Menschengeschlechthangt, auf der es sein Wosen treibt, ist seitdem so