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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten. 5t

wo seine Verse wirklich die Natur der Dinge, Wahr-heit enthalten, wie eindringcnv sind sie in ihrer rau-hen Größe! Den Heldenbildern GriccheNlaNdes imsogenannt - heiligen Styl ähnlich. Mit allemReichthum neuerer Entdeckungen dagegen, Mit derganzen Philosophie Des Cartes, Kepler's, Newron's,Und andrer ausgerüstet, ja ob er gleich Gott unddie Wahrheit selbst zu vertheidigcn anstrebt, ist desKardinals Gedicht grvßtentheils doch Nur eine schoneDeklamation in lateinischen Versen. Es ist unvol-lendet; hatte er aber auch seine drey Gesänge hinzu-gethan, der fehlende poetische Geist konnte durch sienicht ersetzt werden. FontcNelle's Gesprächvon mehr als einer Welt enthalten mehrPoesie über einen Theil des Cartesianismus, alsPo-lignücs Neun Büchet, denen überhaupt auch der wi-dersprechende, streitende Ton, in deM sie abgefaßlsind, schadet. Wer uns ein System oder die Mo-ral dichterisch lehren will, trage sie Uns kein, alseine Offenbarung der MuscN vor, Nicht streitend.

So schön und schönere Darstellungen philosophi-scher Systeme wir Mit dem Fortgange des Jahrhun-derts aufsindeN werden; woher komMts, daß nochkein System neuerer Philosophen, (einzelne Thei-le und Hypothesen ausgenommen) eine Darstellunggefunden hat, auf welche, wie auf Lukrez die Zeitdas Siegel der Vollständigkeit, der unübertrefflichenSchönheit gedrückt hat? Nicht an den Dichtern,dünkt mich, lag es, sondern an den Philosophen,weil ihre Systeme selten so vollständig überdacht, sorein ausgedrückt waren, als die vielleicht maugelhas-terN Systeme der Alten. Erscheint einst ein solches

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