5o Früchte aus den sogenannt-bekannt, die, weil sie alle mittelmäßig sind, mit derZeit übertroffen wurden. Bcy Engländern und Fran-zosen werden wir in der Bütte und am Ende desJahrhunderts Kunstgedichte finden, die an VirgilsBücher vom Landbau naher als Philipps oderdie Vorgenannten reichen.
Auch wissenschaftlicher Systeme bemäch-tigte sich die Verskunst. Von Bayle' s Zweifelngeärgert vcrsificirte der Kardinal Polignac seinenAntilucrez *), ein beredtes Werk, dem es aberan Lukrezischem, d. i. ächtem poetischen Geist fehlet.So hart und schmerzend Epikurs System beym No-mer in vielen Stellen ist: so erschüttert uns dochvon Grund aus des Dichters Stärke, seine innigeFreude, über das, was Er Klarheit der Seele, Er-habenheit über alle Schrecken nennet; und in dem,
lVlelcbisrir äs kollgrias Lnli-^usretius, I». IX»knr. 1747. Der Kardinal hatte das Werk aufseiner Rückreise aus Pohlen 1697 angefangen;es erschien erst nach seinem Tode durch den AbtLlrsrlos ä'Orlenns äs Hotbslin, der es dem PabstBenedic XIV. dedicirte. Eine deutsche prosaischeUebersctzung erschien (Vreslau >76») von Schä-fer mit Vorreden und Einleitungen der PariserAusgabe. Lobreden über den Kardinal haben deBoze in der Akademie der Jnscriptioncn, M a i-ran in der Akademie der Wissenschaften gehal-ten. Ein Nachdruck des lateinischen Werks mitGottscheds Vorrede erschien. Leipz. i'-tch. Auchins Italienische ist der Antitukrez übersetzt wor-den.
.,«M..