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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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goldnen Zeiten.

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wie unendlich mehr ist er werth, als ein häßlich-schöner Geist, der uns verderbt und verführet!

Wollten wir wohl, daß unsre näheren Freundenach Nochefoucaulds, nach HelvetiusGrundsätzen denken sollten, so unschuldig diese Grund-sätze Key ihren Bekennern gewesen seyn mögen?Wollten wir, daß Swifts Unzufriedenheit mit derWelt, seine harte und böse Laune in die überginge,die wir wie uns selbst lieben? Eine feinere Verkeh-rung des Sinnes und der Moral, Stolz, Frechheit,eine vornehme Insolenz gehen eben so unvermerktüber, zumal in Jahren der äffischen Jugend,die so gern von ihrer vergötterten Denkart, Styl,Geberden nachahmt, und sich damit selbst vergöttertdünket.

Ob der Himmel einem Zeitalter große Gei-ster bescheren wolle, sey ihm überlassen; er gebe unsnur heilbringende Genien, gute Geister.

Wenn mich, sagt Diderot in seinem Eh-rcngedachtniß aus Richard son, eine dringendeNoth zwänge; mein Freund geriethe in Dürftigkeit;mein mittelmäßiges Vermögen reichte nicht hin, fürdie Erziehung meiner Kinder zu sorgen; dann werdeich meine Bücher verkaufen, aber die werde ich be-halten, und neben einen Moses, Homer, Euripidcsund Sophokles stellen; euch werde ich wechselsweiselesen." So Diderot; ein andrer wird sich andreFreunde wählen, niemand aber als ein Mensch ohneCharakter wird charakterlose Schriften unter die Lieb-linge seines Herzens zählen.