goldnen Zeiten.
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riffcner, hingestreueter Gedanken. Ucber jeden sollteman sich Rechenschaft geben: „ist ec wahr? und
wiefern? wie kam der Denker auf ihn? und washat er für Folgen?" Dies sich selbst kurz oderausführlich, aber bestimmt zu bemerken, ist eineKonversation der Geister; eine Uebung,da wir selbst aus dem Falschen oder HalbwahrenWahrheit lernen. Manche Gedanken führen uns indieser Geistcsunterredunq ungemein weit auf Wegeund zu Materien, an die der Autor selbst nicht dach-te; aus manchem Saamenkocn, das ein Vogel hin-lrng, erwuchs mit der Zeit ein Wald von Baumen,eine neue Schöpfung. Wie Diderot den Scnekadurchgehet und kontrolliert, wie Machiavell denLivius, andere Jtalianer den Tacinis ausgefponnenund kommentirt haben; so dürfen wir mit einzelnenP6NSLK8 oder tkouZstts berühmter Männer, dieunserm Geist verwandt sind, umgehn. Ost muß mansie variiren, wie in Spanischen Liedern die soge-nannte Glossa den gegebenen Gedanken, die Letra,variirt, umkchrend, erweiternd. Für jugendlicheJahre ist dieser GeistenUmgang eine treffliche Ue-bung; er wetzt das Unheil und veranlaßt Gedanken.Wer wollte aber auch je ohne diesen Umgang leben?wer je für ihn alt werden?
Noch scharfer aber als Gedanken müssen Ma-ximen geprüft werden; ihr Einfluß ist höchst wichtig.Wie sogar Mienen und Gesichtszügc sich beym Um-,gange unvermerkt mittheilen, so auch der Lesung