goldnen Zeiten.
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pffanzen? Der Len; des menschlichen Lebens bringtdie schönsten hervor: das Alter nimmt manche da-hin ; im Winter der Tage suchen wir unsre eigneJugcndgedanken oft vergebens. Eine Gattung solcherhingcstreueten Gedanken konnte man also den Veil-chen vergleichen; ihr Duft kündigt sic an; sie selbstverbergen sich bescheiden. Eine Reihe andrer, diedas Gartenbeet erzogen, sind Ranunkeln, Narcissen,Tulipancn, dem Auge schön, aber geruchlos; andredagegen Hyacinthen, Lilien, Rose». Liebhaber oderLiebhaberinnen solcher Gedanken, die sie gereimt undprosaisch in ihre Dcnkbücher eintragcn, mögen zumUnterschiede derselben die Blume, der ein Gedankeähnlich ist, zur Verschönerung ihres Buchs bezeich-nen.
Aber cs gicbt auch Erdern von Gedanken; jcrwarum sollte man Einige derselben den Elementender Welt, dem Feuer, der Lebenslust, den Windennicht vergleichen? Sie starken und entzünden; glü-hende Funken, Saamen der Erkcnntniß, Fer-mente des Lebens. In Einem Saamenkorn liegtoft ein System, eine Wissenschaft, wie ein Baummit allen seinen Zweigen; in andern wehet ein Geist,ein Muth, der zu den daurendsten Wirkungenaufruft. Große Maximen beleben noch mächtigerals Gedanken ; sie verlassen uns nicht; als leitendeStimmen gehen sie vor uns. Ueberhaupt wirkengroße Gedanken mächtiger, als bloß schöne, oderscharfsinnige Gedanken; es sey dann, daß diese einsneue Welk öffnen, und eine ungesehene Reihe vonWahrheiten entfalten. Oft thun dies auch in derhöchsten Einfalt naive Gedanken, oft selbst nur.