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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Ho Früchte aus den sogenannt-

Auszügen da, wie im AriostS Monde der abgeschied-ne Verstand der Menschen in Glasern.

Auch nach England, das damals mit Frankreichin großem Zusammenhangs stand, gieng diese Ge-dankcnlese über, die jedoch auf der Insel mehreresGewicht, oft ein Sterlinggehalt erhielt. Swift, derin seiner Jugend viel witzige Franzosen gelesen hat-te, war in abgerissenen Original-Gedanken einzig»sie haben alle seine eigne, oft bisarre Manier; cssind aber auch treffliche Goldstücke unter ihnen, mitdenen wir uns dann und wann künftig bereichernwerden. Pope sammlete Witz aus allcrley Schrif-ten, und preßte ihn in seine wohlklingenden Reime.Voungs Nachtgedanken endlich sind das ldlonnltra sinnreicher, witziger, erhabner, frommer Ge-danken, glanzend wie das nächtliche Firmament;wer mag sie ordnen und zahlen?

Da dergleichen Gedankenvorräthe, mitdem Jahrhunderte fortgehend, immer vermehrt wor-den sind, so ist die nächste Frage wohl die: wiesind sie zu gebrauchen? daß wir nicht unter ihnen,wie in Würz - und Blumengarten eines sanften To-des sterben. "

Man nennet eine bekannte Blume xensös,eine andre Vergiß mein nicht; mehreren Spra-chen ist also die Uehnlichkeit zwischen Gedanken undBlumen geläufig. Und wie sollte sie cs nicht seyn,da Gedanken wie Blumen blühn und verblühen,sich aber im Schoos der Natur unaufhörlich fort-