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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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gvldnen Zeiten.

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mit sich selbst, das uns in frommen Tagebüchernso sehr zur Last fallt. Der Sclbstbeschreiber habeseine Tagebücher geendigt, und rede über sich, wieüber einen Dritten, oder da dies nicht leicht möglichist, wie ein Wiederkommender, der sein Leben, wiees auch aussiel, geendigt hat, und es jetzt seinenMitgeschöpfen, als ein verlebtes Naturprodukt, dar-legt. Weder ärgern will er, noch prangen; aberlehren, nutzen, dies ist seine MenfchlichwohltharigeAbsicht.

Kein Leser wird so leicht sepn, der in Erinne-rung dessen, was ihm, auch mangelhafte, Lebensbe-schreibungen gewahrten, dergleichen nicht in diesemreinen Umriß, in dieser seelenvollen Gestalt wünsch-te. Wohlan, ec greife selbst zum Werk: denn auchEr hat gelebet. Nicht dem Publikum, aber sichist er diese Rekapitulation, dies zweyte, geisti-ge und schönere Leben seines Lebensschuldig; es wird ihm hie und da Reue, vielleichtsüße oder bittere Thrancn, durchaus aber eine man-nigfaltige Belehrung über sich selbst, und am Endeeine staunende Verwunderung gewähren, die sich inheitern Dank auflöset. Jeder wird sein Leben untereinem eignen Bilde anseh» ; alle aber werden darinüberein kommen, daß es ein geschäftigerTraum von Wirklichkeiten war, die uns um?geben, zu denen wir mit gehören, und auf welche wirselbst sehr wesentlich wirken. Ein Schalte des Schat-tens ist der Mensch, sagt Pindar, und doch ister das erste Rad unsrer sichtbaren Schöpfung; fürsich und für andre trägt er, als Engel oder als Dä-mon, Tod oder Leben in seinen Händen.

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