goldnen Zeiten.
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lig erheben, so bestürmen, so zerreißen sie, hart wiees sey, das Ohr der rauben Fühllosigkeit endlich.Gedrängt wird sie, aus öffentlicher Beschämung zuthun, was sie aus edel-freyem Willen nicht thun moch-te; sie muß die drückendsten Hindernisse der Men-schenbildung hinwcgtbun; sie muß bessern. Die ausdem Feqseuer jugendlicher Quaalen ertönende Stim-men haben sie dazu gezwungen, ja überwältigt.
3. Dankbar zeichne der Selbstbiograph dieSchutzengel seines Lebens aus, die ihm,meistens so unvermuthet! trostreich begegneten, ihnretteten, ihm forthalfen. Nicht nur ist dies das an-genehmste Geschäft dankbarer Erinnerung, dieauf den lichtesten Augenblicken des jugendlichen Le-bens am liebsten wei.let; sondern eben diese gefühl-volle Auszeichnung erhebt andre Gleichbcdrangte,ruft andre Gleichedle zu hülfreichen Schutzengeln derVerlassenen auf. Wie Undankbarkeit das schändlich-ste Laster im Leben eines Menschen ist; so wirdDankbarkeit der süße Weihrauch, der auch das Wi-drigste im Leben mit Erquickung begabet. Nochund Mühe sind dem Zurückdenkenden wie ein Traumvorüber; die Fesseln der Pein sind von unfern Hän-den hinweg; der lichte Befreyer steht vor uns, un-serm Herzen cingepragt, unsrer Erinnerung unaus-löschlich. Milde Gabe des Himmels! Balsam,den ein mitfühlender Geist dem leidenden Geschlechtder Sterblichen durch das Gesetz gab, daß in derErinnerung das Bittere selbst süß wer-de; wenn wir es wohl anwandten, und daß in un-serm Leben uns nichts so aufrichtet, stärkt und bele-bet, als das genossene Mitgefühl Andrer.