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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Früchte aus den so genau nt-

Thuans Geschichte seiner Zeit, Boivin, Castel-li au, Tavnnncs, Monluc, d'Etoiles, Mor-nay, d'Aubignee, und wie viele andre! sind inihrer Art schätzbare Schriften. Wem sind die Ms-inolrss cls unbekannt? Unter Ludwig XIII.

die Berichte von d'Avrigny, dem Marschalld'Etrees, Bassompicre u. f. Jeder ausgezeich-nete Mann hatte in diesen verwirrten Zeiten seinenMemoir-Schrcibcr gefunden oder ec schrieb seine Be-gebenheiten und Ansichten der Dinge selbst.

Auf dieser sprachreichen lichten Höhe stand dieVorzeit Frankreichs, als Ludwig XIV. minderjährigauf den Thron kam. Die Zeilen der Fronte began-nen und endeten mit einem Reichthum von Denk-würdigkeiten, die eifrig, fein, zierlich dargestelltund erzählet, Leser jeglicher Act und entgegengesetz-ter Partheyen vergnügten. Die Memoires des Car-dinal de Retz z. B. wird man lesen, so lange diefranzösische Sprache dauret. Sic schildern den Ler-nten um Nichts, der auf einem jour cls Larri-cuäo, (ein Sperren der Gassen) auf nichts höhereshinausging, sammt dem nächtlichen Zusammenkäufen,Unruhen und Jntriguen; bey diesen die Charaktereder Theilnehmec und Theilnehmerinnen in mancher-ley Rang und Stande so lebendig, daß man sich inihrer Mitte befindet, und wenn man die bekanntenBildnisse dieser Personen dabey im Sinn hat, mitihnen gleichsam mitlebet; selten zwar thatig mitihnen, desto öfter aber wundernd und staunend, ver-abscheuend und bisweilen hochachtend. Der störendeCardinal, der nach einem Leben voll Unruhe zu nichtsgekommen war, eigentlich auch zu nichts hatte kom-