gold neu Zeilen.
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Frankreich konnte sich trefflicher Memoirs, fastvon den Zeiten des wieder in Gang kommendenSchreibens rühmen. Der Mvnchschronikcn nicht zugedenken; wer kann das Leben Ludwigs des Heiligenvon Joinville lesen, ohne den gutmütbigen König,mit dessen Lebensweise man völlig vertraut wird, zulieben? Nach Froissard und andern war imi 5 ten Jahrhundert bereits Philipp de Eominesdurch seine darstellenden trefflichen Denkwürdigkeitenein Muster dieser Gattung von Schriften für seineSprache worden. Ludwig den Eilften, so wie Kar!den Kühnen stehet man in ihnen denken, handeln,leben; er traf in einen Zeitpunkt großer Begebenhei-ten , war beyden so scharf kontrastuenden Führernderselben nah, und wagt, naiv erzählend, wie aufder Bernunfrwaage ihre Gesinnung, ihr Betragen, ihrSchicksal. Werke solcher Art machen im Stillen aufJahrhunderte Eindruck; noch jetzt wird Cominesin seiner besten Ausgabe *) wie ein belehrender Ro-man gelesen **).
Fortan fehlten unter den folgenden KönigenDenkwürdigkeiten ihrer Zeit, von vortrefflichen Män-nern geschrieben, nicht; insonderheit waren die Zeitender Kriege seit Franz I., noch mehr die Zeiten derLiguc daran fruchtbar. Die Mcmoiccs vonBellav,
*) lVIsinoireg äs lVIsssirs Philipps äs Eomines,Ausgabe des Enngiet llu 1747.
4. Vol. 4.
**) Er ist der Einzige, welcher Ludwig den Eilftenzeigt w i e e r w a r. ^ M.
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