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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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i2 Früchte aus den sogenannt-

Orpheus, Ämphions, oder gar eines himmlischen Ge-nius seyn möchte. Hätte B o u l a in v i l l i e rsz. E. aus den zwcy und vierzig Folio-Bänden vonBerichten, die über den Zustand Frankreichs aufBefchl des Herzogs von Bourgogne einlangten, einGcmahlde entwerfen wollen, wie aristokratisch wärees geworden! Hätte Bossuet eine Geschichte sei-ner Zeit geschrieben, welch eine klerikalische Gestaltwürde sie gewonnen haben, da z. B. der Abt deChoisy seinen König zu einem förmlichen David undSalomo machte. Die jüngste, spateste Tochter Mne-mosynens ist die Muse einer wahren Geschichte; wennwir in Mitte oder zu Ende des Jahrhunderts ansie oder an Borläuferinnen derselben kommen wer-den; mit welcher Freude wollen wir sie begrüßen!mit welcher hoffnungsreichen Aufsicht auf zukünftigeZeiten wollen wir sie umarmen!

Damit wird den Geschichtsforschern Frankreichsund Englands unter Ludwig, Wilhelm und Annaan ihren Verdiensten nichts geraubet. Sie übtensich in altern Zeiträumen, über die sie frey schrei-ben durften. Der brave *) Mezerai in Frank-reich, Rapin de Thoicas in England thaten, soviel sie konnten; St. Reals Geschichte der Ver-schwörung in Venedig, du Bos Geschichte der Liguevon Cambrai, Vertots Revolutionen mehrererVölker, Rolli» u. f. werden immer noch mitWohlgefallen gelesen. Die zum Apparat der Ge-schichte in Bibliotheken, Sammlungen oder in hi-storischer Kritik beygetragen, le Long, Lauriere,

) Allzu verkannte.

M.