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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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a o Früchte aus den sogenannt-

liche oder vornehme Selbstgefälligkeithinzu, die sich selbst als den Mittelpunkt der Weltauf dem Gipfel der Vollkommenbeit wähnet undnach dieser Voraussetzung Alles beäuget: so kommtin dies ganze Chinesische Gemählde eine Verzogenheitder Gegebenheiten und Figuren, die bey angewand-tem Talent zwar unterhalten, vielleicht auch bezau-bern kann, am Ende aber doch ermüdet. Wir füh-len uns durch die glänzende Darstellung getauschtund sind unwillig über diese Täuschung: denn dieFolgczeii hat den falschen Firniß abgestrichen, dieBegebenheiten anders gerückt und die Gestalten reinmodelliret. Wie wenige Geschichten des vori-gen und der ihm vorangegangenen Jahrhunderte las-sen sich fetzt noch mit zustimmendcm Urtbcil vomWerth der Dinge lesen! Anmaaßungcn, Entwürfe,Schlachten, Lobsprüche, Siege Alles hat mit demEnde des Jahrhunderts, ein andres Maas erhalten;und wer bürgt uns dafür, ja wer darf es sich an-maaßen, daß er dies Maas schon in der bestimm-testen Reinheit der Absichten und der Schätzung derDinge habe? Auf jeden Fall indeß sind wir wei-ter.

Die Geschichte W i lh e l m s von Oranienund der Königin Anna hatte, obwohl aus an-dern Ursachen, dasselbe Schicksal. Die Gährungder Whigs und Torys, die hundert Dinge in einan-der mischen und ihre Bestrebungen mit jedem neuenMinister änderten, ja die oft selbst nicht wußten,was sie wollten, machten lange Zeit jede reine An-sicht der Begebenheiten und Charaktere unmöglich.Swifts Geschichte der letzten Jahre dieser Kö-nigin ist das trockenste seiner Werke, und da es das