goldnen Zeiten.
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er eine eigne Akademie bestellt hatte; eine vollwich-tig-goldne Geschichte *).
Desto hämischer neckten ihn dafür seine Fein-de ; desto lauter schrien seine Verfolgten. Von bey-den Seiten war also keine Geschichte zu erwarten,die in gemäßigtem Licht einen ruhigen Anblick fe-dert.
Aber die Sccnen rücken vorbey; die Zeiten än-dern sich und erscheinen in'ihren Folgen; dann erstbeginnt eine vergleichende Geschichte. Ver-zweifle niemand daran, daß wir oder unsre Nach-kommen die großen Begebenheiten unsrer Zeit nichtauch als Geschichte sollten kennen lernen. Auch siewerden in die Entfernung treten, in der allein sieein Maas mit reinem Anblick gewähren. Wasim Anfang des achtzehnten Jahrhunderts Ludwig,Wilhelm, Eugen, Marlborough und an-dre, waren in Mitte des Jahrhunderts andre Helden;alle haben ihr Maas gefunden.
Die schädlichste Krankheit der Geschichte ist einepidcmischet Zeit - und Na tio n a l wahn-sinn, zu dem in allen Zeitaltern die schwacheMenschheit geneigt ist. Nichts dünkt uns wichtigerals die Gegenwart; nichts seltner und größer alswas Wir erleben. Treten nun zu diesem engen Ge-fühl noch ausblühender Nationalstolz, alte Vorurtheilevon mancherlei) Art, Verachtung andrer Völker undZeiten,, von außen anmaaßcnde Unternehmungen,Erobrungen, Siege, vor Allem endlich jene behag-
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