4 Früchte aus den sogenannt-
de Volk seinen Tod als eine Befreyunq zu fühlen;die Ausländer, ob sie wohl hoch erfreut darüberwaren, endlich eines Monarchen los zu feyn,der ihnen so lange Zeit hin Gesetze gegeben, und derihnen durch eine Art Wunder in dem Moment ent-kommen war, in dem sie am sichersten auf seine Un-terjochung rechneten, sie betrugen sich anständigerbey seinem Tode als die Franzosen. " Gewiß lagendiese und andere hochgerühmte goldnc Zeiten Rous-seau vor, als er in seiner beredten Deklamationgegen Künste und Wissenschaften die Frage aufwarf:ob und wie viel diese zum Wohl der Menschheitbeygetragcn hatten oder beytrügen?
Nicht also uneingeschränkt aufWohlseyn unsresGeschlechts oder auch nur einer Nation verbreitetsich der Glanz des Worts gülden, sondern nurauf das, was dazu ein Werkzeug feyn sollte, aufKünste und Wissenschaften. Wie hochnun standen diese in dem genannten Zeitalter? Sindihre Produktionen unübertrefflich-ewige Muster injeder Art? Stehen sie altern Zeitaltern der Grie-chen , der Römer; der Italiener, Engländer u. s.vor? Sind sie seitdem übertroffen worden? oderbleiben sie, Corneille und Racine, Mokiereund la Fontaine, Boileau, Fontenelle,Addison, Swift, Gay, Pope u. f. stehen-de Mu ster für alle künftige Zeiten? Ein Jahr-hundert weiter gerückt, können wir diese Fragen rei-ner und sicherer beantworten, als man sie in denZeiten Ludwigs und der Anna selbst durchStreitigkeiten und Bücherkriege beantworten konnte.
Waren, sie aber auch wichtig, diese Fragen?Mich dünkt es. Denn giebt es nicht noch auf der