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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Einleitung.

ZI«I^an ist gewohnt, das Zeitalter Ludwigs XIV.so wie der Königin Anna in England gvldne Zeit-alter der Literatur zu nennen; Zeiten Sa-turns, goldne Zeiten für die Menschheit waren we-der das Eine noch das Andre. Kriege verwüstetenEuropa; in Staatssachen Parthepgeist, in Religi-onssachen Haß und Verfolgung, zwischen den Klas-sen der Menschen Entzweyung, Aussaugung oderNiederdcückung der untern Stande durch die obern,ein falscher Nationalhaß, eine falsche Narionalehre,ein Streben nach blendendem Schimmer, nach Be-quemlichkeit, Witz und Vergnügen bezeichnen denAnfang des verwichenen Jahrhunderts, auch an denlichtesten Platzen unsrer westlichen kultivirken Welt;die schweren Folgen davon sielen größtentheils aufden zahlreichsten, den arbeitenden Theil der Nationen.Er mußte leiden und darben, indeß Wenige imGlanz der Ehre oder im Ueberfluß üppiger Freudelebten.Als Ludwig XIV. starb, lagt ein Augen-zeuge *), schien das zerrüttete, gedrückte, verzweifeln-

*) IVlsmoie, du O»c de 8t. 8inion, IV I. p. abls»

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