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um die Thränen zu gewahren, welche der armen Fremden über dieWangen rollten, indem sie dieses ehrenhafte Geständniß einer glühen-den, männlichen Liebe las, und ebenso entging ihnen die heftigeBewegung, mit welcher Mlle. Hcnnequin das Papier, nachdem siees noch einmal überflogen, an ihr Herz drückte.
In diesem Augenblick kam ein Diener, um Mr. Shoreham'SAnwesenheit im Frühstückzimmer zu melden — einem ziemlich ab-gelegenen, zu dieser Stunde wenig besuchten Gemach, welches manBetts, wegen der in den Empfangzimmern des Hauses vor sichgehenden Zurüstungen geöffnet hatte.
„Julia, meine Liebe — Du wirst hinuntergchen müssen, ob-wohl es freilich ein sehr unpassender Moment ist."
„Nicht doch, Mutter! Mr. Shoreham mag die Zeit seinerBesuche besser wählen — George, bestellen Sie, die Damen sehenbeschäftigt!"
„Nein, nein!" verbesserte die Mutter, etwas verlegen, „dasgeht nicht; wir stehen mit ihm auf zu vertrautem Fuße für einesolche Ausflucht. Wollten Sie, Mlle. Henneguin, vielleicht dieGüte haben, Mr. Shoreham auf ein paar Minuten zu sehen —Sie müssen sich doch früher oder später mit unfern Sitten hier inAmerika bekannt machen, und dies wird eine gute Gelegenheit sehn,damit anzufangen."
MrS. Monson begleitete diese Bitte mit ihrem freundlichstenLächeln, und ihre Güte, ihre zarte Rücksicht für die GouvernanteWar zu rückhaltlos und auffallend, als daß sich diese hätte erlaubenkönnen, an ein Zaudern zu denke». Sie hatte während des Brief-lesens ihr eigenes Tuch neben mich hingelegt, und da sie dieNoth-wendigkeit fühlte, ihre Thränen zu trocknen, so bekam sie durcheinen Mißgriff mich selbst in die Hand, und verschwand mit einemLächeln des Willfahrens gegen MrS. Monson aus dem Zimmer.
Mlle. Henneguin konnte es nicht über sich gewinnen, hinunterzu gehen, ehe sie ihr eigenes Zimmer ausgesucht hatte, wo sie sich