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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
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der bekannten Formel:sagst du ja, so sage ich nein", wurde in derSeele des armen Nro. 12 mächtig und er hatte kaum einenMonat in der New-Vorker Gesellschaft verlebt, so war der Ultra-Royalist in ihm fertig.

Diese New-Vorker Gesellschaft! Sie hat mehr als einen jenerplötzlichen politischen Farbenwechsel auf dem Gewissen! Das demo-kratische Princip ist hier so vollkommen entwickelt, daß wenig Ge-treue stark genug im Glauben sind, dagegen auszuhalten. Jeder-mann weiß, wie sehr sich die Aussicht mit dem Standpunkte ändert;gesetzt z. B., es stehe Einer in einer gemischten Versammlung aufder Seite der Aristokratie, so wird ihm auf der andern Alles ge-mein und plebejisch Vorkommen; hat er dagegen seinen Platz unterKreti und Pleti genommen, so ist drüben Alles aristokratisch, kasten-mäßig und anstößig.

Diese Wahrheit sollte sich an meinem unglücklichen Verwandtenerproben. Alle seine Begriffe hatten sich verkehrt: statt die Voll-kommenheit zu finden, die er so lange gepredigt und angepriesenhatte, fand er Nichts zu bewundern nur zu tadeln und zu ver-dammen. Mit einem Wort noch nie war ein Taschentuch beimEintritt in'S thätige Leben, und zwar aus so tiefen psychologischenGründen, so elend gewesen. Hätte mein Bruder nach Frankreichzurückkehren können, er würde, glaub' ich, ein Buch über Amerikageschrieben haben, welches, ohne eine Menge von Fehlern undSchwächen gewahr zu werden, welche wirklich ohn' Erbarmen gegeißeltzn werden verdienen, an politischer Schwindelei selbst den HerrnVon Tocqueville Überbote» hätte. Doch stille davon; ich vergesse,daß dieser Schriftsteller in den Augen aller jener Neophytcn un-widerleglich ist, welche ihr eigenes System nie anders, denn als Eng-länder in'S Auge gefaßt haben und vor Bewunderung außer sich ge-rathen, wenn sie Dinge von ganz anderer Natur darüber hinausge-schrittcn finden. Dies ist wenigstens die Denkweise eines in hohemPreise stehenden Taschentuches.