Druckschrift 
17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
Entstehung
Seite
109
Einzelbild herunterladen
 

109

rität besaß, mit einer Bemerkung dazwischen getreten, welche demStrome unserer Gedanken eine andere Richtung gab:

ES ist kein Geheimniß mehr," so lautete seine Rede,daßwir für einen oder zwei Abende in Ungnade gefallen sind einUnglück, das wir einem Dreizifferntuche verdanken, das erst heutevon einer Dame cingehandelt wurde, deren Vater drei Stunden,nachdem er die Note für den Modchändler gezeichnet, seine Zah-lungen eingestellt hat. Ich hörte erst vor einer halben Stunde die ganzeGeschichte und wie ihr seht, scheut sich Jedermann, in diesem Augen-blicke mit einem aristokratischen Taschentuche aufzutreten. Aber seidnur getrost, meine Lieben! in ein paar Tagen ist Alles vergessen,und wir werden mehr als je wieder zu Ehren kommen ihrwißt ja, in einer Woche ist in New-Vork Alles vergessen!"

Und so war es in der That. Ein General Jackson hatte, wieich später erfuhr, die Depositen removirt, eine Maaßregel, derenBedeutung ich nie so recht zu begreifen vermochte, welche aberjedenfalls das baare Gelb rar machte, besonders bei Denen, welchekeines besaßen, so daß Alle, welche sichausgedehnt" halten, aufihren Füßen zu wanken anfingen. Mr. Halfacrc befand sich zu-fällig auch in dieser mißlichen Lage und seine Versuche, sich stattzu erhalten, brachten ihn vollends zum Falle. Seine Energiehatte sich selbst überstürzt, dem Jongleur ähnlich, der, über seinensiebzehnhundert Burzelbäumen endlich den Hals bricht.

Zwölftes Kapitel.

Ein unerfreuliches Gerücht mitanzuhören, ist jeder Anderegeneigter als der, welchen es unmittelbar berührt. So warendenn auch Eudosia und ihre Mutter die einzigen Personen aufMrS. TrolterS Ball, welche über das Vorgefalleue in völliger Un-wissenheit blieben, denn wenn man auch die Neuigkeit allenthalben