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Mann" nannte; das heißt, er besaß, so viel man wußte, kein Bank-guthaben, hatte keine Ländereiloosr, war nicht Bankdirektor noch Vor-stand einer Affecuranzcompagnie und wohnte in einem bescheidenen,zweistöckigen Hause ans Whitestrcet. Seine Praxis ernährte zwarseine Familie, ja ste warf so viel ab, daß er jährlich zwei bis drei-tausend in Obligationen und Hypotheken anlcgen konnte; dazu zins-ten ihm etliche fünfzehn bis achtzehn Pachtgüter in der GrafschaftOranien, die auf drei Generationen im Erbpacht standen und schonseit dem siebenzehnten Jahrhundert Eigcnthum seiner Familie waren.Aber in einer Zeit des UeberflufseS, wie die Jahrgänge 1832, 33, 34,35 und 36 galt der Dollar ererbten Guts nur zwölf und einenhalben Cent gegenüber dem „inventirten". Da übrigens ein historischerName auch nicht zu verachten ist und die Eaverly's in der Gesell-schaft sehr angesehen waren, so durfte Eudosta ihre Besuche in derWhitestrcet forlsetzen, selbst nachdem die Ihrigen schon festen Fußauf Broadway gefaßt hatten und Henry Halfacrc, Esquire schonunter den Manhattan-Nabobs paradirte.
Klara Caverly war eben bei ihrer Freundin auf Broadway zuBesuch, als Honor O'Flaherty völlig athemlos hereinkeuchte —Letzteres kam von der Kürze ihrer Beine und der Nothwendigkeit,die verlorene Zeit durch Eile wieder einzuholcn.
„Hier, Miß Doste," schrie das triumpliirende Hausmädchen —denn dies war Honors Rang im Hause, obwohl ste auch hie und da zu soehrenvollen und vertraulichen Sendungen verwendet wurde. — „Da,Miß Doste, da ist'S und ein wahres Juwel ist cs, das könnenSie glauben."
„Was hat Dir Honor hier gebracht?" fragte Klara in ihrerruhigen Weise; denn ste sah an den strahlenden Augen und denglühenden Wangen der Freundin, daß es etwas seyn mußte, worüberdie Andere sich sehr gerne auslassen würde. „Du kaufst so viel,beste Eudosta, daß mir däucht, Du müßtest es zuletzt müde werden."
„Wie — schöner Putzsachen müde werden! — Nie, Klara, nie!