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17 (1845) Ned Myers : aus dem Leben eines Vorkastellmatrosen
Entstehung
Seite
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Resultat sollte sie Loch alle weit übertreffen und als nun dieseEntscheidung herannahte, da sollte auch sie erfahren, wie selten einErfolg hicnieden unseren Hoffnungen »nd Ansprüchen zu entsprechenpflegt. Jetzt im Angesichte der Vollendung der mühevollen, er-schöpfenden Arbeit, jetzt fühlte sie nicht das Entzücken, in dessenVorgefühl sie früher geschwelgt hatte. Ach! nicht an mir lagdie Schuld, sie selbst hatte diese Täuschung hervorgerufcn. DieKraft des armen Mädchens hatte sich in stetem Hoffen aüfgezchrtund als ob auch sie über die Eitelkeit menschlicher Wünsche belehrtwerden sollte, so sah sie jetzt dem Gegenstände, der sie so ver-führerisch aus der Ferne angelächelt hatte, da sie ihn nun mitden Händen fassen konnte, die glänzende Maske entfallen, so daßnichts als die nüchterne Wirklichkeit zurückblieb. Und dies wardurchaus nichts Besonderes; es war nur die Folge eines ganzgemeinen Naturgesetzes.

Siebentes Kapitel.

Der Morgen des 14. Juni war angebrochen. Paris pflegt umdiese Zeit sein reizendstes Gewand anzulegen: seine Gärten beson-ders sind der Hauptstadt Europa'« würdig und stehen jedem anständigGekleideten zur Benutzung offen.

Adrienne saß am offenen Fenster ihres Stübchens, um, soviel sie konnte, von den balsamischen Düften einzuziehen, welcheaus einem Gärtchen unter demselben emporstiegen. Der Zutritt indieses kleine Eden war ihr versagt, denn der Garten war dasEigenthum oder stand wenigstens in ausschließlicher Benützungeines das Parterre des Hauses bewohnenden Miethmannes; aberNiemand konnte ihr wehren, ihren Blick an demselben zu weiden,so oft sie das Auge von ihrer Stickerei aufschlagen konnte.

Das arme Mädchen war nicht mehr was es vor zwei Monatengewesen war. Noch einige wenige Stunden und das Werk war