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den sich ein berühmter Astronom als Lieblingsstelle für seineBeobachtungen und Vorträge ausersehen hatte, welch letztere ichmir noch jetzt mit unnennbarem Vergnügen in'S Gedächtniß zurück-rufe. Noch glaube ich ihn vor mir zu hören, als wäre es erstgestern gewesen — und doch sind vierzehn lange, lange Jahre darüberhingegangen — wie er seinen Schülern die Wunder des unbegränztenleeren Raumes erklärte und mich die ungeheure Kluft erkennen ließ,welche zwischen dem Schöpfer aller Dinge und zwischen seinerHände Werke besteht.
Wie Viele leben befangen in dem engen Kreise menschlicherInteressen und Gefühle und doch standen auch ihnen von jeher, aberunbemerkt und beinahe unbeachtet, die klarsten, demüthigendsten Beweiseihrer eigenen vergleichungsweisen Nichtigkeit in der Stufenreihe derSchöpfung leuchtend vor Augen! Wie gut wäre es für diese aner-kannten Gebieter der Erde und Alles dessen was sie enthält, wennsie diese Flammenzeichen beachten und sich eine richtige Ansicht vo»dem bilden wollten, was sie sind und was sic ihrer Bestimmungnach seyn sollten!
Noch immer ist mir, als höre ich den gelehrten und gotteS-fürchtigcn Mann — denn seine Seele war voll Ehrfurcht vor demerhabenen Wesen, das ein Weltall seinem Willen unterworfen hält— wie er mit inniger Freude bei all den Entdeckungen verweilte,welche die Astronomie an der Hand der neueren Fortschritte inden mechanischen Wissenschaften an den Himmelskörpern zu machenim Stande war.
Ein Glück für mich, daß seinen Vorträgen ein durchdachterPlan stufenweise» Fortschrittes zu Grunde gelegt war, welcher seineZuhörer gleichsam Schritt für Schritt weiter führte und selbstdem allergewöhnlichsten Fassungsvermögen das Verständniß möglichmachte. So erhielt ich zum ersten Mal in meinem Leben richtigeBegriffe von der fast unbegreiflichen Ausdehnung deS Raumes,welcher wohl ebenso wenig eine Glänze kennt, als die Ewigkeit